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Aus BF‑EssE | Perspektive der Auftragsfertigung

Magnesiumformen in Hydrationsformulierungen: CMO-Deep Dive

Magnesium ist einer der stillen Schlüsselmineralstoffe in der Sporternährung. Neben seiner bekannten Rolle bei Muskelkontraktion, Energieproduktion und Elektrolytgleichgewicht ist es entscheidend für Krampfprävention, Nervenfunktion und Regeneration.
Athleten verlieren im Schnitt 10–20 mg Magnesium pro Liter Schweiß — deutlich weniger als Natrium, aber physiologisch relevant. Bei Ausdauerbelastungen oder wiederholten intensiven Einheiten kann bereits ein marginaler Magnesiummangel Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und das Verletzungsrisiko erhöhen.

Gängige Magnesiumformen & ihre chemischen Eigenschaften

Magnesiumpulver wird aus einem Beutel in eine rosa Flasche gefüllt.
Nicht jedes Magnesiumsalz verhält sich gleich.
Unterschiede zeigen sich bei Bioverfügbarkeit, Löslichkeit, Geschmack und technischer Verarbeitbarkeit:
1
Magnesiumcitrat
Organisches Salz mit guter Löslichkeit (≈ 550 mg/L), mildem Geschmack. Ideal für RTDs und Sachets. Citrat unterstützt zudem Alkalität und Energiestoffwechsel.
2
Magnesiumbisglycinat
Aminosäurechelat mit sehr hoher Bioverfügbarkeit und guter gastrointestinaler Verträglichkeit. Bevorzugt für Kapseln/Tabletten mit Fokus auf Regeneration oder Krampfreduktion.
3
Magnesiummalat
Kombination aus Magnesium und Apfelsäure — häufig in Ausdauerformulierungen zur Unterstützung der ATP-Produktion.
4
Magnesiumoxid
Hoher elementarer Magnesiumgehalt, aber geringe Resorption. Für Hydrationsprodukte ungeeignet aufgrund von GI-Risiken.
5
Magnesium-Aminochelate
(z. B. Oxid + Glycin/Gluconat)
Moderate Bioverfügbarkeit, besser als Oxid allein, aber technisch weniger attraktiv als Bisglycinat.
6
Magnesiumchlorid / -laktat
Geeignet für RTDs; Chlorid kann salzig schmecken, Laktat ist säureempfindlich.
Formulierungsaspekte bei BF EssE
  • Löslichkeit & Osmolalität
    Magnesiumcitrat löst sich gut, jedoch können höhere Dosierungen (≈ 200 mg pro Portion) die Osmolalität erhöhen und sensorisch auffallen. Gepufferte Systeme sind hier essenziell.
  • Geschmack & Maskierung
    Magnesiumsalze schmecken häufig leicht bitter oder salzig. Unsere Strategien:
    • Aromaschichtung (z. B. Zitrus, Ingwer, Beere)
    • Mikroverkapselung von Chelaten
    • Süßung mit Stevia oder Erythrit
  • Kompatibilität mit anderen Elektrolyten
    Magnesium kann mit Phosphaten oder Proteinen ausfallen. Wir balancieren Systeme gezielt mit:
    • Natriumcitrat
    • Kaliumchlorid
    • pH-kontrollierter Zitronensäure (≈ pH 4–5)
  • Formatwahl: Kapseln, Sachets oder RTDs?
    • Kapseln/Tabletten
    → Bisglycinat oder Malat (guter Fluss, hohe Bioverfügbarkeit)
    • Sachets
    → Citrat; bei dunklen oder intensiv aromatisierten Blends Mikroverkapselung empfohlen
    • RTDs
    → Malat oder Citrat mit organischen Säuren für stabile Löslichkeit und angenehmen Geschmack

Produktionsformate bei BF EssE

Wir entwickeln Magnesiumprodukte in folgenden Darreichungsformen:
Alle Varianten sind aromatisiert oder neutral, natürlich oder gefärbt umsetzbar.

Geschmacksrichtungen zur Auswahl:

Über 12 etablierte Aromen verfügbar — ideal für Beauty, Wellness und Fitnessmarken.
Typische Einsatzbeispiele
  • Sachets (Fitness/Flüssigkeitszufuhr):
    120 mg Magnesiumcitrat + Natrium-/Kaliumblend
  • RTDs (Ausdauer/Event):
    150 mg Magnesiummalat + Adaptogen (z. B. Rhodiola)
  • Kapseln (Regeneration/Krämpfe):
    200 mg Bisglycinat + 150 mg Zink + Botanicals
  • Clean-Label-Pulver:
    100 mg Citrat + Stevia + Rote-Bete-Aroma (vegan)

Warum BF EssE auf maßgeschneiderte Magnesiumformen setzt

  • Gezielte Bioverfügbarkeit

    bessere Aufnahme, weniger GI-Probleme
  • Sensorisch ausgewogene Rezepturen

    höhere Akzeptanz beim Endkunden
  • Regulatorische Sicherheit

    alle Formen gemäß Richtlinie 2002/46/EG zugelassen
  • Skalierbare Produktion

    optimierte Mischung, Verkapselung & Stabilität
    (ICH-Stabilitätstests bei 40 °C / 75 % r. F.)

FAQ – Magnesium in der Sport-Hydratation